Castello / Burg

20/06/1944

Razzia wegen persönlicher Rachegefühle

Am 15.Juni 1944 erreichte die Flugabwehr-Kompanie der 10´ Armee Saltino und Vallombrosa, Il 15 giugno 1944 la Compagnia Antiaerea e di Addestramento della 10^ Armata raggiunse Saltino e Vallombrosa, wo sie die Kontrolle der Gegend übernahm. Den Truppen wurden die Aufgaben der Flugabwehr übergeben, aber auch die des Kampfes gegen die Partisanen und Lebensmittelbeschaffung. Am 20.Juni 1944, gegen 11 Uhr, wurden zwei verschiedene Gruppen der Partisanen der XXII Brigade Lanciotto von den Einwohnern informiert, daß die oben genannte dt.Einheit Razzien in der Lokalität Prato und in denHäusern dei der Burg unternahmen. Daraufhin griff eine Gruppe von ca. 25 Partisanen den Feind ( der, laut Zeugenaussagen, bereits einige Erschießungen vorbereitete) an, dabei wurden ein deutscher Offizier und 2 Soldaten getötet und zwei weitere Soldaten schwer verletzt. Kurz darauf kehrte dieselbe deutsche Einheit mit Verstärkung nach Montemignaio zurück: sie nahmen 17 Einwohner aus dem ganzen Ort gefangen und führten sie zur Burg, wo am Ende 14 vor das Erschießungskommando gestellt wurden (drei wurden aussortiert,da sie entweder als zu jung oder zu alt gefunden wurden). Auf ein Kommando mit der Trillerpfeife des Feldwebels, öffnete der Soldat, der am Morgen verletzt worden war (und vorher jeden Einzelnen der Opfer mit einem Kopfschütteln angeschaut hatte), das Maschinengewehrfeuer. Einem der Opfer, der versucht hatte, einen deutschen Offizier um Hilfe zu bitten, wurde geantwortet:“Achte einfach nicht darauf, Du wirst sowieso sterben.“ Ein Bewohner des Dorfes, der am Abend heimkehrte und den dt. Leutnant Frommer fragte, was denn geschehen sei, bekam von diesem die Antwort:“Der Kommandant war heute sehr gütig, anstatt 30 Leute gab er den Befehl nur 11 zu erschiessen.“ Aus den deutschen Dokumenten erfährt man, daß „…bei der Aktion wurden ca.5 Partisanen ermordet.“ während „Die männliche Bevölkerung, die sich im Ort befand, wurde versammelt und erschossen. der Ort wurde abgebrannt.“ Im Frühjahr 1945 wurden die Bewohner von Montemignaio und La Consuma vom Sgt. W.Cartwright der 78. Abteilung der englischen SPECIAL INVESTIGATION BRACH zu den Geschehnissen vom 20. und 26.Juni angehört und dadurch definitiv die wie folgt genannte Einheit als Verantwortliche Präsenz bestätigt.

Die Stimmen

Mauro Giuntini

Crediti: Località Montemignaio. Riprese e intervista di Pier Angelo Bonazzoli realizzata il 11/9/2016.

Die Vorzeichen

Mahnmal für die Gefallenen des Massakers vom 20.6.1944

Informationen

Ort der Unterbringung: Straßenrand

Datum der Platzierung:

Beschreibung

Der Gedenkstein steht an der Stelle in Montemignaio, wo am 20.Juni 1944 die Deutschen der 51° Flak Battalion (Luftabwehrartillerie der Luftwaffe) 11 Zivilisten (3 weitere konnten entkommen) bei einer Vergeltungsaktion erschossen, nachdem bei einem Feuergefecht mit den Partisanen 3 dt.Soldaten getötet wurden Das Mahnmal besteht aus einer Komposition aus Stein, die auf einer rechteckigen Basis steht. Auf dem oberen Teil befindet sich ein steinernes Kreuz. Im Inneren befindet sich ein rechteckiger Grabstein aus Marmor, dessen oberer Rand leicht abgerundet ist, auf dem der Epigraf eingraviert ist. Er beinhaltet die Namen aller 11 Gefallenen und das Todesdatum. darüber ist ein Kreuz, bestehend aus 11 kleinen Kreuzen, graviert. Die Gravour ist schwarz ausgemalt. Der Grabstein ist mit Mauersteinen umrahmt. Auf der Basis befindet sich eine bronzene Blumenvase

Persönliche Beobachtungen

Nachrichten und Kontextualisierung

Galerie:

Autor: Alessandro Bargellini