Finanziert durch den „Deutsch-Italienischen Zukunftsfonds“

Rappresentanza Tedesca Italia
Unione dei Comuni Montani del Casentino
13 01, 1945

Pratovecchio

2021-11-19T09:20:41+01:00
Drei Brüder und ein Spielkamerad sterben bei der Explosion einer deutschen Panzerabwehrmine

Pratovecchio2021-11-19T09:20:41+01:00
7 12, 1944

Castello

2021-11-17T10:37:54+01:00
Durch eine große Razzia bedrängt, deren Angriffe aus Faltona, Ortignano Raggiolo und Rassina kommen, bewegt sich das 3. Partisanenbataillon der XXIII Brigade Pio Borri von Carda und Calleta in Richtung Poggio Catarozzo: um die Deutschen über die tatsächliche Position der Partisanen zu täuschen, wird eine „Ablenkungspatrouille“ nach Carda geschickt, das in der Zwischenzeit von den Deutschen besetzt worden ist. Die Patrouillie, die aus sechs Partisanen ( von der Komando-Kompanie und der 4. Kompanie des III Btl. XXIII Bgd.Pio Borri, darunter auch einige Slaven) besteht, wird von den Deutschen ausfindig gemacht und vernichtet, zusammen mit einem alten Mann, der dort wohnte und wahrscheinlich für einen Komplizen gehalten wurde

Castello2021-11-17T10:37:54+01:00
8 11, 1944

Salutio – loc. Bagno

2021-11-17T10:41:19+01:00
Das Ereignis und seine näheren Umstände werden noch untersucht. Die zeitlichen Umstände reihen das Ereignis vermutlich in den Kontext der „Rückzugs-Massaker“ im Casentino ein.

Salutio – loc. Bagno2021-11-17T10:41:19+01:00
9 10, 1944

Pratovecchio

2021-11-17T14:09:12+01:00
Während sie mit anderen gleichaltrigen Kindern und Verwandten spielten, fielen die beiden Brüder einem vermutlich deutschen Kanonenschuss zum Opfer. Tatsache ist, dass die Zerstörung von Ponti und eines Teils der Via Garibaldi durch Minen verursacht wurde, während in den folgenden Tagen die Altstadt und alles, was sich in der Umgebung bewegte, von der deutschen Artillerie sporadisch, aber sehr präzise bombardiert wurde

Pratovecchio2021-11-17T14:09:12+01:00
18 09, 1944

La Ropa

2021-11-17T13:58:03+01:00
Deutsche Soldaten dringen nach La Ropa ein, erschiessen Francesco Pierguidi und schmeißen die Leiche auf den Misthaufen ( vielleicht aus Verachtung oder aber um die Leiche zu verbergen). Dieses Ereignis geschieht nur 2 Tage bevor Stia befreit wird.

La Ropa2021-11-17T13:58:03+01:00
17 09, 1944

Casini, Strada Montanino direzione Eremo di Camaldoli

2021-12-06T09:41:38+01:00
Eine deutsche Patroullie, die man sicher auf die deutschen Kontingente führen kann, die sich in den Tagen in den Posten bei Montanino verbarrikadiuíert hatten, nimmt im Wald Attilio Ballerini und Romeo Menchini fest. Nachdem sie auf das Kommando von Casina gebracht worden sind, müssen die Beiden sich selbst ihr Grab schaufeln, werden dort erschossen und notdürftig vergraben. Am 29. Dezember 1944 werden die zwei Leichen ausgegraben und auf dem Friedhof von Moggiona bestattet. Während beim Menchini sowohl sein Alter als auch sein militärischer Grad der Grund der Erschießung sein könnte, kann man wenig über den Mord an Attilio Ballerini sagen, der in seiner Vergangenheit sogar überzeugter Regimebefürworter war. Wahrscheinlich war das hektische Klima des Truppenrückzuges oder, noch wahrscheinlicher, der Fall, zwei Zivile im Kriegsgebiet ausgemacht zu haben, der Grund der Erschiessungen. Diese Morde sind die letzte Episode, die mit der Evakuierung von Moggiona am 26.August begann und mit dem Massaker vom 7.September ihren Höhepunkt erreichte. Es wird angegeben, daß die deutschen Truppen Moggiona definitiv am 21.September 1944 verließen

Casini, Strada Montanino direzione Eremo di Camaldoli2021-12-06T09:41:38+01:00
15 09, 1944

Casa Nuova

2021-11-17T13:57:15+01:00
Ein großer Trupp von etwa 30 Partisanen (hauptsächlich aus der 7. Kompanie), der in der Nähe von Romena auf die Gewalttätigkeiten der Deutschen auf dem nahe gelegenen Bauernhof Casa Nuova aufmerksam gemacht worden war, machte sich in zwei Patrouillen auf den Weg, um die Deutschen zu vertreiben, bevor noch weitere Untaten geschehen konnten. Bei ihrer Ankunft können sie nur die barbarische Tötung eines Mannes und einer Frau feststellen. Es ist anzumerken, dass die Anwesenheit eines getöteten Mannes nur im Bericht des Kommandanten der 7. Kompanie des 3. Bataillons der XXIII. Brigade, Pio Borri, erwähnt wird, während er im Standesamt von Pratovecchio offensichtlich nicht verzeichnet ist.

Casa Nuova2021-11-17T13:57:15+01:00
10 09, 1944

Chiesa Vecchia

2021-11-17T13:56:01+01:00
In den Tagen des Rückzugs auf die nahe gelegenen Stellungen der Gotischen Linie, greift eine deutsche Patrouille im Dorf Lonnano drei Frauen und einen Mann auf, allesamt ältere Menschen, die keinerlei Verantwortung tragen. Sie werden an eine Mauer eines Bauernhauses in der nahe gelegenen Lokalität Chiesa Vecchia gestellt, und von den Soldaten erschossen, danach stecken diese das Haus in Brand, wahrscheinlich um die Leichen zu vernichten. Es gibt keine Informationen über Partisanenaktivitäten in der Gegend zu dieser Zeit, aber das nutzlose Massaker war sicherlich auf den starken und allgemeinen Druck zurückzuführen, den die Deutschen spürten, da die Front immer näher rückte.

Chiesa Vecchia2021-11-17T13:56:01+01:00
7 09, 1944

Moggiona

2021-12-06T09:44:46+01:00
Der kleine Ort Moggiona hatte bereits seit November 1943, als die ersten verantwortlichen Truppen sich in Montanino einquartierten, um die bevorstehenden Befestigungsarbeiten in den Bergen zu beginnen, eine große strategische Rilevanz in den deutschen Verteidigungsplänen. Die Baustellen der Organisation Todt, die über 1400 Personen beschäftigten ( z.Teil Arbeiter der Firma Viti aus Bergamo und z.Teil Arbeiter aus dem Casentino), wurden ab dem 1.Januar 1944 bis weit in den August desselben Jahres, ununterbrochen vorangetrieben, um die gotische Linie in der Gegend weiter auszubauen, als die gebauten Posten effektiv Frontlinie wurden. Mit dem Näherrücken der alliierten Truppen begannen auch die Evakuierungern und Zwangsdeportationen in Richtung Norden der Bewohner von Moggiona, die im Ort geblieben waren, und aus der umliegenden Gegend. Am Morgen des 26.April kommen deutsche Truppen in den Ort, schießen in die Felder, zerstören die Häuser und nehmen ca.60 Bewohner fest. Einige ganz junge Mädchen werden belästigt und können nur durch das entschlossene Eingreifen ihrer Familienangehörigen einem noch schlimmeren Schiksal entgehen. Am Ende dieses Tages, werden fast alle Gefangenen in die Romagna gebracht, mit Ausnahme von drei jungen Frauen und zwei Kindern, die wieder nach Moggiona zurückgebracht werden, um sich mit den einzigen zwei Familien, die im Ort geblieben sind, die Familie Meciani und die Familie von Maria Ceccherini, zusammenzutun. In den Tagen vom 26.August bis zum 7 September passieren in Moggiona dieselben Dinge, wie in allen Orten des Casentinos, die sich im Bereich des deutschen Rückzuges oder der Front befanden. Gewalttätige Zwischenfälle, Vergewaltigungen, Beschädigungen und Zerstörungen der Häuser und Straßen. Aber die drastische Fortsetzung, die Moggiona unaufhaltsam betrifft, geht über die normale und zynische Verhaltensroutine anderer deutschen Truppen in der Gegend, hinaus. Am Abend des 7.September, gegen 18:30, wird die letzte Kanone von Moggiona nach Montanino gezogen, gefolgt von der Truppe, die bis zu dem Zeitpunkt im Ort einquartiert war. In dem Moment kommen ein Leutnent und ein Unterleutnant von Pratale auf die Straße del Prato, fragen die Familie Meciani nach etwas Brot und erschießen dann ohne Erklärung alle Bewohner des Hauses. Fünf Unschuldige sterben auf diese Weise. Das Mörder-Paar geht weiter zur Lokalität Prato, wo weitere 11 Zivilisten unter dem Maschinengewehrfeuer sterben. Von diesem Massaker werden, nach expliziertem Willen der Deutschen, nur zwei Kinder und zwei Frauen verschont, die nach Poppi geschickt worden waren, bevor das Massaker begann. Unglücklicherweise entschlossen diese sich jedoch, in den Ort zurückzukehren, ohne von den Erschießungen etwas zu ahnen. Im Ort trafen sie auf den Leutnant und Unterleutnant, die sie zuerst beruhigen und dann plötzlich das Feuer eröffnen. So sterben Mutter und Tochter, während die zwei ganz jungen Schwestern mit Hilfe der aufkommenden Dunkelheit flüchten können. Daraufhin verminen die Deutschen die Brücke, lassen sie in die Luft gehen und verlassen Moggiona. Die darauffolgenden drei Tage verbringen Emilio Benedetti und Aurelio Ceccherini, damit, den Verletzten dieses Massakers Wasser und andere Hilfe zu bringen. Weitere deutsche Truppen (unter denen ganz sicher auch italienische Soldaten waren), kommen durch Moggiona ohne jedoch auch nur die geringste Unterstützung zu geben. Am Morgen des 11.Septembers beginnen die Mönche aus Camaldoli, von dem erst 12-jährigen Aurelio Ceccherini zu Hilfe gerufen, erste Hilfeleistungen an den Überlebenden zu verrichten und diese dann ins Kloster zu bringen. Daraufhin verbieten die Deutschen den Mönchen, sich in der Nähe des Ortes aufzuhalten, mit der Begründung, daß die alliierten Truppen im Anmarsch seien. In Wahrheit war dies nur der letzte Akt des Dramas. Vom 12. bis zum 21. September erreichen weitere deutsche Truppen den ausgestorbenen Ort und verminen die zwei Häuser bei Prato und La Villa. Das Ziel ist, die Leichen verschwinden zu lassen und so die Beweise des Massakers zu vertuschen, indem sie eine Bombardierung vortäuschten. Die ganze Geschichte von Moggiona stellt letztlich in ihrer Dynamik ein schwerwiegendes Ereignis von besonderer Schande für eine militärische Formation dar.

Moggiona2021-12-06T09:44:46+01:00
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